Vom Aushalten und Warten.

WolkenKuckucksHeim

Schon von Geburt an bist du auf Warten getrimmt. Du wartest darauf endlich aus dem Mutterkörper zu schlĂŒpfen und zum ersten Mal tief und laut Luft zu holen und zu BrĂŒllen und Schreien, aus LeibeskrĂ€ften. Du lebst, wenn auch in einer kritischen Phase, doch du lebst und gleichzeitig wartest du darauf, endlich wieder selbststĂ€ndig Atmen zu können. Du bist ein Baby, viel zu klein, deine winzigen PatschehĂ€ndchen greifen durch den Ring des Inkubators, und wieder wartest du. Von nun an wartest du auf deine Mama die ihre Hand durch die winzige Öffnung hĂ€lt, um dich zu berĂŒhren und dir zu sagen dass alles wieder gut wird. Wahrscheinlich aber wartest du nicht bewusst, denn dein kleines Hirn ist möglicher Weise noch nicht dazu in der Lage vom Warten und Nichtwarten und vom Denken und Nichtdenken zu unterscheiden. Also liegst du da einfach, dass ist gut, denn so wartest du auch nicht


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